Tarifgemeinschaft Neue Bundesländer und IG Metall einigen sich auf neuen Tarifvertrag

Die Tarifgemeinschaft Neue Bundesländer und die IG Metall haben mit Beginn des Jahres einen neuen Tarifvertrag in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt und Thüringen in Kraft gesetzt.

Beide Seiten betonten die konstruktiven Verhandlungen kurz vor Weihnachten in Potsdam. Es bestand der beiderseitige Wille den Anschluss an die üblichen Tarifeinkommen herzustellen und für die Fachkräfte und den Nachwuchs attraktiv und konkurrenzfähig zu bleiben.

Wir wollen mit diesem Ergebnis den deutlich gestiegenen Anforderungen an den Beruf des Tischlers/Schreiners gerecht werden und ganz bewusst einen großen Schritt in Richtung Angleichung der Tariflöhne zwischen dem Tarifgebiet Ostdeutschland und den westdeutschen Tarifgebieten gehen. Wir freuen uns, dass unser Verhandlungspartner dies mit Zugeständnissen im Bereich des Manteltarifvertrages ermöglicht hat. Da in den letzten Jahren nur geringe Produktivitätsfortschritte im Tischlerhandwerk zu verzeichnen waren, werden die neuen Ecklöhne allerdings auch zu notwendigen Erhöhungen bei den Stundenverrechnungsätzen und Preisen für Tischlerleistungen führen, so Hans Höfler, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft Neue Bundesländer und Verhandlungsführer.

Arbeitgeber und IG Metall erwarten, dass mit dem neuen Tarifvertrag die Attraktivität des Tischlerhandwerks für jungen Menschen zunimmt. So erhalten die Auszubildenden künftig bis zu 116 Euro mehr Vergütung im Monat.

In den neuen Bundesländern arbeiten rund 32.000 Beschäftigte in über 6.000 Betrieben im Tischlerhandwerk, davon circa 4.500 Beschäftigte in Berlin. Das Tischlerhandwerk zählt bundesweit mit über 200.000 Beschäftigten zum viertwichtigsten Handwerksbereich und erwirtschaftet circa 22 Mrd. Euro. Der Anteil der Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung ist mit 68 Prozent deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft (60 Prozent).

 

Den ausführlichen Bericht zum Tarifabschluss gibt es für Mitglieder im internen Bereich.

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